06.03.2017 bis 08.03.2017 – Elegante Meerestiere und ein furchtloses Baby

Der Tag brachte zwar keine solchen Höhepunkte wie der Vorige, aber wir konnten ihn in vollen Zügen genießen. Am Morgen konnte Jaron auf der großen Wiese vor dem Stellplatz toben und an einer Hand laufen, dass kann er jetzt schon richtig gut, und dann konnte die ganze Familie die Ruhe und den Strand von Rabbit Island genießen.

Die Sonne war uns wie so häufig gewogen und Jaron ging schon wieder im Meer baden. Bis zum Hals traut sich der kleine Wackere Kerl im UV-Anzug in die Fluten. Wir freuten uns mal wieder über unseren Sohn und waren dankbar für die gemeinsame Zeit. Elternzeit ist ne feine Sache!

motueka nach abel tasman

Irgendwo unterwegs vom Abel Tasman nach Nelson

Kurz vor Tore Schluss buchte Rike dann noch im i-Site von Nelson die Fähre, die uns wieder auf die Nordinsel bringen sollte. Glück gehabt, denn eigentlich war schon Feierabend. Die Übernachtung fand dann am Yachthafen statt, dort gesellten sich auch Gunhild und Fokko wieder zu uns. Der Platz hatte schon so seine eigene Atmosphäre, jede Menge junge Leute standen hier in ihren gekauften Toyota Estimas und Nissans Serena, hatten Tische aufgebaut und Autositze ausgebaut und tranken Bier und Wein. Wir hörten viel Französisch und Deutsch und die Dixieklos passten hervorragend zur Partytime.

Nach einer eher unruhigen Nacht auf dem „Festivalgelände“ freuten wir uns auf die Marlboroug Sounds. Joup, jetzt ist es so weit, wir sind einmal rum um die Südinsel und wieder in der Nähe unseres Ausgangspunktes. Da wir schon weit im Norden und 2014 mal mitten in den Sounds waren, wollten wir diesmal im Westen des Gebietes die Elaine Bay ausprobieren.

Die Fahrt dort hin war leider nicht so spektakulär, die Gegend ist von Forstwirtschaft geprägt. Der kleine DOC Campground Elaine Bay ist aber wirklich malerisch, die Bucht mit dem glasklaren Wasser lässt den Blick auf das offene Meer schweifen und ein kleiner Steg macht die Szenerie nahezu perfekt.

Natürlich musste Fabian, kaum angekommen, direkt auf den Steg. Hier wartete eine imposante Überraschung, denn von oben konnte man ein wunderbares Unterwasserbiotop beobachten. Fischschwärme mit kleinen Fischen durchkämmten das oberflächennahe Wasser und immer wieder hüpften die kleinen Schwimmer aus dem Nass, am Steg hatten sich Muscheln angesiedelt unter denn riesige Seesterne am Grund lagen. In der Nähe des Steges tummelten sich weitere kleine Fischarten, winzige Welse suchten die Stufen die unter Wasser lagen nach essbaren ab.

Und dann, tauchten die Herrscher der Elaine Bay auf. In unvergleichlicher Eleganz flogen mehrere Stachelrochen durch das Wasser. In unterschiedlichen Tönungen zeigten sich die urtümlichen Fische in dem klaren Wasser in ihrer ganzen Pracht. Der größte von ihnen wies eine Spannweite von sicherlich einem Meter auf. Diese aufregende Neuigkeit musste sofort verbreitet werden, damit alle die faszinierenden Meeresbewohner erleben können.
elaine bay stegelaine bay stingray

Auf 1m Spannweite dürfte es der urzeitliche Fisch gebracht haben

Der Rest des Tages gestaltete sich gemütlich, Rike und Fabian hatten ein weiteres mal Zeit zu zweit während Jaron mit den Großeltern spazieren ging bzw. getragen wurde. Weil Fabian so gerne eine gute Aussicht aus dem Heckfenster hat und es liebt mit geöffneter Heckklappe  im Womo zu liegen, wurde Tweety entsprechend ausgerichtet. Seiner Meinung nach, war das selten genug passiert in diesem Urlaub, leider sollte sich das noch als verhängnisvoller Fehler heraus stellen.

Leider verschlechterte sich das Wetter im Laufe des Tages, so dass die weiteren Aktivitäten auf das Innere der Camper verbannt wurden. Immer stürmischer wurde es und der Wind peitschte die Wellen gegen den Steg. Nachdem Master Jaron geruhte zu Bette zu gehen, kam es zu einer weiteren Runde Doppelkopf, die Fabian mit fliegenden Fahnen verlor. Na gute Nacht.

Denkste dir gute Nacht, der Sturm ließ uns nicht schlafen sondern schüttelte das Wohnmobil tüchtig durch. Nur Jaron schlief wie ein Baby. Nun war es um drei Uhr nachts noch notwendig, Tweety mit der Schnautze in den Wind zu drehen, da war dann am nächsten Tag nichts mehr mit toller Aussicht aus dem Heck.

War aber nicht schlimm, denn am nächsten Morgen stürmte es immer noch. Zwar fühlten wir uns wie richtige Küstenbewohner die den Gewalten der Natur trotzen, aber leider war das aufgewühlte Wasser so trübe geworden, dass nichts mehr von der beeindruckenden Tierwelt zu sehen war. So zogen wir, nachdem wir noch ein wenig rumgegammelt hatten, ein kleines bisschen enttäuscht von diesem Besuch in den Marlborough Sounds weiter in Richtung Picton.
marlborough sounds nach elaine baymarlborough sounds weg nach picton

Die Marlborough Sounds, immer wieder schön

Wir hatten an diesem Tag Lust auf ein bisschen mehr Luxus und entschieden uns auf der guten alten Smith Farm zu übernachten, die wir schon von unserem Start auf der Südinsel kannten. Wieder gab es zur Begrüßung warme Bananenmuffins und weil wir zum zweiten mal da waren WLAN für umme. Wir hatten viel Zeit um Sachen wie Wäsche waschen und Jaron baden zu zelebrieren. Ein Highlight für unseren Kleinen war dann das Füttern von Schafen und Ziegen. Völlig angstfrei und mit glucksendem Lachen langte unser kleiner Racker nach Hörnern, Augen, Nasen und Schnauzen der viel größeren Tiere. In dieser Nacht störten uns weder feierwütige Backpacker noch die Sturmumtoste Küste.

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