01.02.2017 – Ein guter Surf

Nach einer stürmischen (also Wind ne…) Nacht wachten wir ein wenig unausgeschlafen auf, als das jüngste Mitglied der Familie entschied, dass Selbige nun vorbei ist. In den nächsten zwei Tagen hatten wir uns vorgenommen, die Banks Peninsula zu erkunden. Zuerst stand allerdings ein kleiner Abstecher nach Lyttelton an, wir brauchten Cash und wollten uns das kleine Hafenörtchen ansehen. Zum wiederholten male funktionierte Rikes Creditkarte, die uns schon seit Jahren gute Dienste leistet, nicht. Wohl überzogen – ups.

Frohgemut fuhren wir dann aber weiter und auch wenn das Wetter nicht das Beste war, waren wir mehr als zufrieden mit der Aussicht. Hinter jeder der vielen Kurven konnte man die Schönheit der Landschaft bewundern. Wie so oft nahmen wir nicht gerade die Straßen, die man als Hauptreiseroute bezeichnen kann und das bedeutet wie ebenfalls oft: Gravel. So fuhren wir also mit Blick für die Landschaft vor uns hin, als, so ganz nebenbei, der Blick auf die Tankanzeige fiel. Was dort bei Port Levi zur Ansicht kam, gereichte dem Fahrer allerdings nicht zur Freude…

Fast leerer Tank und noch 20 km Gravelroad, dabei steil Bergauf über einen kleinen Pass. Naja, es hilft ja nichts, also schön sachte und die Gedanken auf die Landschaft konzentrieren bzw. der Fahrer auf die Straße. Oben angekommen, ein Stoßseufzer, jetzt ging es nur noch bergab bis Duvauchelle. Dort wartete eine Tankstelle auf uns, ein Glück.  Jetzt muss man allerdings sagen, dass es in Neuseeland gar nicht so wenige Tankstellen gibt, an denen man 24/7 tanken kann mit – Kreditkarte.

Stoßseufzer zu früh, nächste Stressminute. Dann allerdings erklärten mir zwei schwergewichtige und bärtige Männer, der eine der Besitzer des Bootladens an der Tankstelle, der andere wohl Farmer, das es nur 10 km bis Akaroa sind und da gibt es eine „vernünftige“ Tankstelle. Das ging dann zum Glück noch und wir konnten endlich Petrol 91 in den Tweety blubbern lassen.

banks-peninsula

Blick über die Bucht von Akaroa

Anschließend sahen wir uns noch kurz die, durch französische Einwanderer geprägte, Stadt an und befragten dann Karte Handy und Gehirne nach der nächsten Übernachtungsmöglichkeit. Diese fanden wir an der Okains Bay. Zunächst sah der riesige Campingplatz nicht sehr einladend aus, aber bei genauerem Hinsehen stellte er sich als großartig heraus. Er war so groß, dass man sich kaum für einen Stellplatz entscheiden konnte, die besten in den Dünen waren allerdings nur mit Allrad (merkt ihr was?) machbar.

Nur durch ein paar Bäume und Dünengras getrennt vom Meer hatten wir dann unseren Übernachtungsplatz mit privatem beach access zum großen und traumhaften Strand in einer erneut wunderschönen Bucht. Und natürlich waren außer uns nur drei oder vier andere Menschen und ein paar Meeresvögel unterwegs. Unter anderem zwei Arten von Austernfischern.
okains-bay-beachokains-bay-stellplatz

Nachdem Fabian sich trotz eisiger Fluten todesmutig ins Meer gestürzt hatte, durfte er an dem guten Surfstrand zum ersten mal ein Bodyboard ausprobieren (hatten wir uns am Anfang im Warehouse gekauft, war im Sale). Und das macht vielleicht Laune. Wie ein kleines Kind blieb er bis er völlig durchgefroren war im Wasser. Komm, eine Welle noch, eine allerletzte. Derweil konnte Jaron mal wieder im Sand und den Dünen krabbeln wie ein Weltmeister.

Zu allem Überfluss des tollen Tages entdeckte Rike auch noch Delfine, ganz nah am Strand. Wieder einmal waren es unsere alten bekannte, die stark bedrohten Hectordolphins. Geschützt durch Düne und Bäume konnte uns in dieser Nacht der Wind an unserem heimeligen und privaten Standplatz nicht stören.

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