26.01.2017 und 27.01.2017 – Man weiß nie wofür etwas gut ist

Mit dem Aufwachen begann ein geschäftiger Tag. Was es da so alles zu erledigen gibt… Zunächst einmal aber gönnten wir uns ein gemütliches Frühstück mit den leckeren Pizzabrötchen, anschließend ging es los: Frischwasser, Abwasser, Duschen und auch Jaron durfte in der kleinen Babybadewanne plantschen. Zwischendurch unterhielten wir uns noch mit einem anderen Päärchen das auf Elternzeitreise war, beide kommen aus Aachen und Sie ist Anästhesistin. Er kennt eine Kollegin von Rike – wie klein die Welt doch ist.

Nur eine dreiviertel Stunde nach der Checkout Time machten wir uns auf den Weg nach Havelock, das nächstgrößte Nest. Denn wir hatten ein neues Problem mit dem berühmten Tweety, die Sicherung für Gebläse, Spiegelverstellung, Uhr und 12V Anschluss war ausgefallen. Insbesondere letzteres wäre für uns nur schwer zu tolerieren gewesen.

In Havelock fanden wir eine Tankstelle mit angeschlossener Werkstatt, hier trafen wir einen hilfreichen, aber etwas seltsamen Mechaniker. Die „Konversation“ verlief ungefähr so:

Rike: Sorry may I ask you a question (Rike hat eine Plastikabdeckung vom Sicherungskasten dabei und zeigt diese dem bis dato wortlosen Mechaniker)

Mechniker: Yep (verschwindet in seiner Werkstatt und kommt mit einem Spannungsmesser zurück, dann taucht er unterm Lenkrad unter und fummelt eine Weile herum, taucht dann wieder auf.)

Rike: Did you find something?

Mechaniker: Yep. (geht in die Werkstatt, baut eine neue Sicherung ein und verschwindet wieder mit den Worten): Dont worry about it.

So hatten wir also in 5 min. das ganze Problem gelöst und mussten noch nicht einmal was bezahlen. Zum Glück hatten wir vorher Eurocampers nicht angerufen.

Weiter ging es auf der Liste der zu erledigenden Dinge. Wir fuhren weiter nach Blenheim und deckten uns vor Ort mit neuen Vorräten im Pak n Save ein. Anschließend füllten wir in einem Baumarkt unsere Gasreserven für den Ersatzgaskocher auf. Der Tag endete im Nelson Lakes National Park am Lake Rotuiti. Der Campingplatz vom DOC war ein wenig Sandfly verpestet, aber der See war schön und wir waren recht spät da und mussten nur noch essen und schlafen.
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Am nächsten Morgen fuhren wir dann eine abenteuerliche Schotterstrecke zu einem Aussichtspunkt über den See. Von hier aus kann man auf den Mt. Robert steigen, dieser ist nach dem Sohn des wichtigen Entdeckers Julius von Haast benannt. Der alte Julius hat zum Beispiel als erster einen Pass von der Ost zur Westküste entdeckt. Da der Gipfel aber leider in dichtem Nebel hing, entschieden wir uns für eine kleine Wanderung am Ufer des Sees um eine Halbinsel herum.

Während der Tea-Time nach unserer Rückkehr hatten wir noch ein nettes Schwätzchen mit einem etwa 50-jährigen Kiwi der unterwegs war, das erste mal in seinem Leben den Süden der Südhalbinsel zu erkunden. Den Rest des Tages verbrachten wir wieder im Zeichen eines Roadtrips. Auf dem SH 65 ging es auf wundervollen Straßen Richtung Süden.
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Wir wussten, dass es hier mau ist mit Übernachtungsplätzen auf einer recht langen Strecke und so hatten wir uns mit der hilfreichen App einen Platz mit Blick auf einen Wasserfall an der Straße ausgesucht. Nach einer langen Fahrt dort angekommen, Stand ein Geländewagen vom Countyservice davor, der Platz war gesperrt. Wir konnten noch einen Blick auf 5 -6 Campervans werfen, die im tiefen Morast fest steckten. Zum Glück waren wir nicht einen Tag vorher da gewesen.

Also mussten wir notgedrungen unseren Roadtrip fortsetzen. Schlimm war das allerdings nicht, die Landschaft war herrlich und wir fanden einen Traumhaften DOC Campground in einem romantischen Tal mit wundervoller Aussicht auf die Berge, direkt neben einem naturbelassenem Fluss der frei durch das Tal meanderte. Man weiß nie wofür etwas gut ist.

marble-hill

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