11.02.2017 und 12.02.2017 – Pinguine und Steampunk

Als die Finger vom bouldern wieder weh taten, setzten wir den Tag fort, der noch viele Erlebnisse für uns parat hatte. Unser Ziel hieß Oamaru wo wir auf einem kleinen, aber feinen, Camplingplatz direkt am Hafen eincheckten. Neben uns war wieder einer dieser ausgebauten kleinen Omnibusse vor dem sich zwei fröhliche Kiwirentner an ihrer Wäsche zu schaffen machten. Das nette Päärchen hatte auch die gute Idee, den Ruhestand auf Reisen zu verbringen und somit hatten die Beiden jede feste Adresse aufgegeben.

Da die Waschmaschine ständig belegt war, liehen wir uns das Waschsystem unserer Nachbarn, zwei Kübel und ein Pömpel. Rike übernahm die undankbare Aufgabe der Handwäsche und Fabian war froh nur auf Jaron aufpassen zu dürfen. Ansonsten war es mal wieder dringend Zeit für Körperpflege, Abwassser, Frischwasser und so weiter…

Diesmal hatten wir dann tatsächlich ein bisschen Termindruck und so machten wir uns ein frühes Abendessen. Um 19 Uhr hatten wir eine Verabredung mit den Yellow Eyed Penguins, die zweitgrößten Pinguine der Welt. Die tapsigen Gesellen sind sehr selten und scheu, nur  etwa 4000 Exemplare gibt es noch. Daher darf man sie nur aus sehr großer Entfernung beobachten. Nichtsdestotrotz machten uns die bedrohten Vögel große Freude und mit Stativ, Tele und Teleextender konnte man sogar Fotos und Videos machen.
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Damit nicht genug an Pinguinen, so gegen 21:00 kommen die Blue Penguins ganz in der Nähe von Oamaru an Land. Diese kleinsten Pinguine der Welt sind zum Glück nicht so selten und alles andere als Scheu. Sie sammeln sich in einer großen Gruppe und kommen dann immer an gleicher Stelle an Land. Daraus machen die Leute in Oamaru ein Geschäft, Premiumplätze kosten 40 Dollar.

Nicht ganz so gut kann man das Spektakel von der Kaimauer beobachten, aber ein Erlebnis ist es auch so. Spät und müde kehrten wir zu unserem Campingplatz zurück und gingen schnell ins Bettchen.

Sonntagmorgen 12.02. und wir hatten vor dem Checkout noch viel zu erledigen. Frühstücken, duschen, Wäscheabhängen und ein Skypedate mit Fabians Eltern konnte alles vor 10:00 unter einen Hut gebracht werden. Leider musste die Skypezeit ein bisschen leiden bei den strengen Regeln des Campingplatzes, aber gefreut haben sich trotzdem alle.

Danach schlenderten wir ein bisschen durch Oamaru. In dem sympathischen und schönen Städtchen hat sich eine kleine Künstlerszene und eine Steampunkszene angesiedelt. Der Steampunk Spielplatz ist wirklich außergewöhnlich und Rike hatte jede Menge Spaß im Hamsterrad. In der Stadt sieht man viele amerikanische Oldtimer und schicke Boutiquen. In einem hippen Lädchen kaufte Rike sich dann ihr verspätetes Geburtstagsgeschenk: eine coole Sonnenbrille.
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Auf dem Rückweg gingen wir dann noch über den Farmers Market. Wirklich süß wie die Kiwis das machen, ein paar Frauen hatten zum Beispiel Cookies gebacken und präsentierten die 18,5 Einzelstücke nett angerichtet in einer Vitrine. Aus einem offenen T2 wurden Milchshakes und Cheese Rolls verkauft. Die waren ihr Geld aber leider nicht wert. Umso mehr freuten wir uns über echtes deutsches Biobrot von einem ausgewanderten Bäcker aus Roetgen (neben Aachen). Wie klein die Welt doch ist.

Mit diesen tollen Eroberungen im Gepäck ging es wieder auf die Straße. Einen Zwischenstopp bei den Moeraki Boulders konnten wir uns nicht verkneifen, Rike machte gute Fotos aus neuer Perspektive, etwas Später konnte Fabian noch auf dem Bodyboard surfen. Während also Fabian Spaß in den Wellen hatte und Jaron Spaß am Strandkrabbeln, konnte Rike sich nicht das eine oder andere Lächeln verkneifen während sie die Leute beobachtete die auf dem Weg zu den Moeraki Bouldern die Brandung unterschätzten. Mehr als einer bekam bei dem kalten und windigen Wetter nasse Füße.
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Unseren Tag beschlossen wir an unserem nächsten Übernachtungsplatz am Long Beach nördlich von Dunedin. Dieser wirklich lange Strand war mal wieder eine Attraktion. Bekannt ist er auch für die Sportkletterrouten, die dort in den Fels gebohrt sind. Bei solch tollen Felsen mit Blick auf das Meer schlägt das Kletterherz zwar höher, aber Seil, Exen und Gurte hatten wir in Deutschland gelassen, außerdem war der Fels nass. So begnügten wir uns mit einem leckeren Abendessen.

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