18.02.2017 – Der berühmte Milford Sound

Bei sonnigem Sommerwetter fuhren wir von dem süßen kleinen Platz in Lumsden los und legten die nächsten 80 km Richtung Te Anau zügig zurück. Während Jaron schlief konsultierte Rike das örtliche iSite und buchte uns bei guter Wettervorhersage noch am selben Tag den letzten Milford – Cruise um 16:30.

Die nächsten 120km kannten wir zwar schon, gehören aber definitiv zu den schönsten Straßen die wir je gefahren sind. Durch das wundervolle Tal mit einem traumhaften Fluss gelangt man mit no exit am Ende zum berühmten Milford Sound. Vorher gibt es eine Menge zu bestaunen, so zum Beispiel Mirror Lakes. Zwar war diesmal nicht viel mit Spiegeln, aber wir konnten Forellen beim Insektenschlürfen beobachten. Etwas weiter „hinten“ im Tal geht es über den Divide, der mit ca. 500m niedrigste Pass über die Southern Alps.

Bevor sich die Straße in Serpentinen zum Ziel der kleinen Reise hinunter windet, muss man einen einspurigen dunklen Tunnel durchfahren. So mancher findet ihn wohl unheimlich, seit Norwegen finden wir aber kaum noch einen Tunnel seltsam. Zwischen durch machten wir noch halt an einem Ausguck und hatten das große Glück einen Kea zu sehen. Leider mussten wir einem Touristenpäärchen erklären, dass es dem Vogel überraschenderweise nicht gut tut, wenn man ihn füttert, nicht dass das an jeder Ecke und jedem Ende hier steht.

Auf dem großen Parkplatz am Sound angekommen, hatten wir noch Zeit für unseren üblichen Mittagssnack. Dann spazierten wir seelenruhig entland des Wassers zum Cruise-Center und erhielten unsere Boardkarten. Sch….. Stillhütchen vergessen. Was jetzt kam war weniger entspannt, in den letzten 10 min. vor Ablegen musste Fabian (in Flipflops) nochmal zurück zum Auto rennen um das lebenswichtige Utensil noch rechtzeitig zu ergattern. Neun Minuten später, verschwitzt und außer Atem war Fabian wieder zurück und alle Drei konnten rechtzeitig an Bord gehen.

Gemeinsam mit uns entertete eine Dänische Familie das Boot mit ihren Sohn Jeppe, der ungefähr genauso alt war wie Jaron. Die beiden Mütter unterhielten sich zwar nett, die Kinder hatten eher wenig Interesse aneinander. Dafür flitzten beide völlig Angstfrei auf dem Oberdeck zwischen jeder Menge Passagieren auf dem schaukelnden Gefährt von einer Reling zur anderen. Viel zu tun für die Eltern. Die Freude war aber groß, als Jaron das erste mal in seinem Leben für ca. 10s frei stand.

Die Fahrt an sich offenbarte erneut die ganze Schönheit der neuseeländischen Natur. Das erste mal in diesem Urlaub an der Westküste konnten wir die rauhe Seite erleben mit steilen Felswänden, riesigen Wasserfällen (mit Regenbögen) und tüchtige See. Nota bene: der Milford Sound müsste eigentlich Milford Fjord heißen, da der Meeresarm durch einen Gletscher geformt wurde, aber das ändert nichts an der grandiosen Schönheit dieses einzigartigen Biotops. Zum Glück ist ein großer Teil des Fjordlandes Nationalpark.
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Nach diesem wundervollen Erlebnis mussten wir aber feststellen, dass wir einen solchen Cruise eher morgens empfehlen würden. In 2014 hatten wir den ersten Cruise des Tages und fanden das Licht noch schöner. Zurück am Auto hatten wir dann ein weiteres Ärgernis mit unserem lieben Vehicel. Erst sprand er an. Nachdem wir aber (im Halteverbot) vor dem Klo gehalten hatten, nicht mehr. Wahrscheinlich war der Servomotor oder so was an, jedenfalls kam ein Summen aus dem Lenkrad, und hatte die Stromreserven aufgefressen.

Was nun? So weit weg von jeder Werkstatt, von jedem AA (so was wie der neuseeländische ADAC) und nach Feierabend der hiesigen arbeitenden Bevölkerung? Die Rettung kam in Form von mehreren hilfsbereiten Urlaubern aus Asien, die den Tweety ordentlich anschoben und so konnte er aus dem Rollen im 2. Gang zünden. Vielen Dank nochmal an unsere unbekannten und fröhlichen Helfer.

Der Weg zu unserem Schlafplatz war bei weitem Lang genug um die Batterie wieder zu laden, wir fuhren zu einem alten Bekannten. Das Gunn‘s Camp ist ein süßer Campingplatz mit dem Hells Bells Track, einem kleinen Museum über die Berge der Gegend und jeder Menge kleiner lustiger Details. Draußen sitzen war allerdings nicht, da uns tausende kleine Biester namens Sandflies umschwirrten.

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