25.02.2017 und 26.02.2017 – Gletscher rocken

Jetzt mit zwei kleinen Wohnmobilen unterwegs machten wir einen kleinen Halt in Arrowtown. In der einstigen Goldgräberstadt kann man heute luxuriöse Wollprodukte kaufen, im 19. Jahrhundert lebten hier europäische Einwanderer und chinesische Glücksritter streng getrennt. Den ostasiatischen Goldsuchern wurde mit unverhohlenem Rassismus begegnet, sie mussten sich mit den schon ausgeschöpften Claims begnügen. Viele fragten sich damals, wie es den Chinesen trotzdem gelang noch Gold aus den Bächen zu waschen.

Arrowtown chinesische siedlung

In diesen Hütten lebten die chinesischen Goldgräber

Danach ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel: Wanaka. Das sympathische Städtchen am gleichnamigen See hatte Rike und Fabian schon 2014 gut gefallen und hatte nicht von seinem Charme verloren. Im iSite holten wir uns Infos zum Wandern und in der örtlichen Kletterhalle zum Bouldern. Diesmal war die Dame an der Theke deutlich engagierter und zeigte uns gleich drei Boulderspots in der Gegend mit einer guten Beschreibung.

Zunächst stand aber die Wanderung zum Rocky Mountain an. Steil geht es eine ganze Weile nach oben, dabei bieten sich Blicke auf den Lake Wanaka, Kletterwände mit Bohrhaken und den Lake Diamond (hier gibt es wohl mehr als einen größeren Teich der so heißt). Am Ziel begrüßte uns ein großes Steinmännchen und ein überwältigender Blick auf die Umgebung. Von hier oben sahen wir den großen Lake Wanaka, einen meandernden Fluss der sich über einen natürlichen Schwemmkegel in den See ergießt und den blauen Himmel. Was für eine Belohnung für die Anstrengungen.

Rocky Mountain Familie wandert
Rocky mountain Blick auf lake wanaka

Praktischerweise konnten wir auf dem Wanderparkplatz mit gutem Blick auf das Hospital Flat übernachten. Zum Abendessen gab es Pfannkuchen, von denen der kleine Jaron eine beeindruckende Menge vertilgte. Guten Appetit.

Auch am nächsten Tag stand eine Wanderung auf dem Plan. Zunächst mussten wir aber überlegen, ob wir auch den Weg dorthin wagen. Im iSite hatte man uns von der Straße mit einem Mietwagen abgeraten, es gäbe ein Shuttle oder man könne ein Allradfahrzeug mieten. Aber wir entschieden uns für die Risikovariante, macht ja auch viel mehr Spaß. Und so wurde die Fahrt zum Ausgang unserer Wanderung tatsächlich eine Außergewöhnliche. 9 Furten, die ihren Namen auch verdienen, galt es mit Hiace und einem Mazda-Campervan zu durchfahren.
Rob Roy Furt

Hätten wir uns einen Allrad oder Shuttle gemietet, wäre uns der ganze Spaß entgangen

Ohne Schäden gelangten wir zum Parkplatz von dem uns ein Weg an den Rob Roy Glacier führen sollte. Im Rucksack finden Wickelzeug, Proviant, knapp 4kg Kameraequipment, Regensachen für 3 Personen und Wasser platz. Rike hat mit Jaron, der mittlerweile auch so an die 11kg wiegen müsste ebenso einiges zu tragen.

Nachdem wir wieder einmal eine tüchtige Strecke durch dichten Urwald zurück gelegt hatten, erreichten wir eine große, mit Felsbrocken übersäte Wiese. Von hier aus bot sich ein atemberaubender Blick auf den gewaltigen Gletscher. Hoch über uns thronten die gewaltigen Eismassen und sendeten unszählige, teils kleine, teils mehr als hundert Meter hohe Wasserfälle zu uns ins Tal.

Unvorstellbar, dass dieser Gigant nur noch ein Schatten seiner Selbst sein soll, denn auch an diesem Gletscher hatte der Klimawandel nicht halt gemacht. Wir nahmen uns mit einer kleinen Mittagspause genügend Zeit die Umgebung zu bewundern während Jaron fröhlich über Stock und Stein klettern konnte. Ebenso aufregend wie glücklich erfolgte der Rückweg zu unserem Übernachtungsplatz vom Vortag wo wir erneut unser Lager aufschlugen.

Rob Roy 1Rob Roy 2Mittagspause unterm Gletscher

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